Häufige Fehler beim Zaunbau und wie Sie sie vermeiden | Zaunbedarf24
Die häufigsten Fehler beim Zaunbau und wie Sie sie vermeiden
Von der Planung bis zum Feststeller: Diese Fehler passieren beim Zaunbau immer wieder. Mit unseren Hinweisen umgehen Sie die typischen Stolperfallen.
Häufige Fragen
Welcher Fehler beim Zaunbau ist am schwersten zu korrigieren?
Falsch gesetzte Pfosten. Ist der Beton einmal fest, lassen sich Abstand, Höhe und Lot kaum noch ändern. Deshalb lohnt es sich, vor dem Betonieren mit Schnur, Abstandslatte und Wasserwaage sorgfältig zu arbeiten.
Wie tief müssen Zaunpfosten in den Boden?
Zaunpfosten werden meist 60 bis 80 cm tief in ein Betonfundament gesetzt, damit sie frostfrei gegründet sind. Torpfosten brauchen größere Fundamente, weil sie stärker belastet werden.
Muss ich Schnittkanten an gekürzten Matten behandeln?
Ja. An Schnittkanten fehlt der Korrosionsschutz. Versiegeln Sie die Kanten direkt nach dem Schneiden mit Zinkspray und bei beschichteten Matten zusätzlich mit Lack in der passenden RAL-Farbe.
Wann kann ich den Sichtschutz einflechten?
Erst wenn der Zaun komplett steht und die Fundamente ausgehärtet sind. Sichtschutz erhöht die Windlast, und frischer Beton sollte in den ersten Tagen nicht voll belastet werden.
Ein Doppelstabmattenzaun ist ein dankbares Projekt für Selbermacher. Die Teile sind aufeinander abgestimmt, die Montage folgt einem klaren Ablauf. Trotzdem gibt es typische Stolperfallen, die immer wieder auftauchen. Die meisten kosten nicht viel Geld, aber Zeit und Nerven, und einige lassen sich nachträglich kaum noch korrigieren. Hier sind die häufigsten, sortiert nach Bauphase.
In der Planung
Grenzverlauf nicht geklärt
Wer den Zaun nach Gefühl setzt, steht schnell ein paar Zentimeter auf dem Nachbargrundstück. Klären Sie den Grenzverlauf vorher anhand der Grenzsteine oder lassen Sie ihn im Zweifel durch einen Vermesser bestimmen. Sprechen Sie außerdem mit Ihren Nachbarn, bevor Sie an der Grenze bauen. Ob für Ihren Zaun besondere Vorgaben gelten, lesen Sie im Ratgeber Braucht man für einen Zaun eine Genehmigung?
Leitungen im Boden vergessen
Strom, Wasser, Gas, Telefon: Im Vorgarten liegen oft mehr Leitungen, als man denkt. Fragen Sie vor dem Graben bei den Versorgern nach Leitungsplänen und schauen Sie in Ihre eigenen Unterlagen zu Gartenbeleuchtung und Bewässerung. Im Zweifel graben Sie die ersten Zentimeter vorsichtig mit dem Spaten statt mit dem Erdbohrer.
Matten für die Gesamtlänge statt pro Seite berechnet
Ein Klassiker: Die Gesamtlänge wird durch 2,50 m geteilt, und am Aufbautag fehlt eine Matte. An jeder Ecke beginnt aber eine neue Seite, die mit einer eigenen, eventuell gekürzten Matte endet. Rechnen Sie jede Seite einzeln und runden Sie jeweils auf. Ein ausführliches Rechenbeispiel mit Ecken und Tor finden Sie im Ratgeber Zaun planen.
Planen Sie Ihren Zaun in 3D
Seiten, Höhe und Farbe wählen: Sie sehen Ihren Zaun sofort in 3D, dazu die Stückliste mit Preis.
Für einen Zaun, an dem ein großer Hund hochspringt oder Kinder klettern, ist die leichtere Matte nicht immer die beste Wahl. Die Doppelstabmatte 8/6/8 hat 8 mm starke Querstreben statt 6 mm und ist entsprechend steifer. Der Ratgeber 6/5/6 oder 8/6/8 hilft bei der Entscheidung.
Lieferzeit nicht eingeplant
Wer Helfer für ein bestimmtes Wochenende organisiert, sollte rechtzeitig bestellen. Die Lieferzeit liegt bei 14 bis 21 Tagen nach Zahlungseingang. Halten Sie außerdem einen Platz frei, an dem Matten und Pfosten bis zum Aufbau trocken und flach liegen können.
Beim Fundament
Fundamente zu flach
Ein Pfosten, der nur 40 cm tief im Boden sitzt, wird im Winter vom Frost angehoben oder kippt beim ersten Sturm. Pfostenfundamente gehören frostfrei gegründet, der Pfosten wird meist 60 bis 80 cm tief gesetzt. Wie das im Detail geht, lesen Sie im Ratgeber Zaunpfosten einbetonieren.
Pfostenabstand nach Augenmaß
Wenn die Pfosten stehen und der Beton fest ist, lässt sich der Abstand nicht mehr korrigieren. Ist er zu groß, reicht die Matte nicht mehr von Pfosten zu Pfosten. Ist er zu klein, muss jede Matte gekürzt werden. Arbeiten Sie mit Richtschnur und einer Abstandslatte, oder setzen Sie die Pfosten Feld für Feld mit eingehängter Matte. Dann ergibt sich der richtige Abstand von selbst.
Torpfosten wie Zaunpfosten behandelt
Am Torpfosten hängt ein beweglicher Flügel, der bei jedem Öffnen und Schließen Kraft auf den Pfosten bringt. Ein zu kleines Fundament führt dazu, dass sich das Tor mit der Zeit absenkt und nicht mehr richtig schließt. Planen Sie für Torpfosten deutlich größere Fundamente ein als für Zaunpfosten.
Zu früh belastet
Beton braucht Zeit. Wer am Tag nach dem Betonieren schon Sichtschutz einflicht oder das Tor auf und zu schwingt, riskiert, dass sich Pfosten noch im frischen Fundament bewegen. Geben Sie dem Beton einige Tage, bevor der Zaun voll belastet wird.
Bei der Montage
Ohne Schnur und Wasserwaage
Eine Richtschnur in Höhe der Pfostenoberkante und eine zweite in Bodennähe gehören zur Grundausstattung. Prüfen Sie jeden Pfosten in beide Richtungen mit der Wasserwaage, bevor der Beton anzieht. Ein Pfosten, der nur einen Zentimeter schief steht, fällt bei einem langen geraden Zaun sofort auf.
Matte direkt auf dem Boden
Steckt die Matte im Erdreich, bleibt sie dauerhaft feucht, und Rasenmähen entlang des Zauns wird mühsam. Lassen Sie einige Zentimeter Bodenfreiheit. Bei einem Zaun für Hunde oder Kaninchen sollte der Spalt dagegen so klein bleiben, dass kein Tier hindurchschlüpft.
Schnittkanten nicht versiegelt
Jede gekürzte Matte hat blanke Schnittstellen, an denen der Korrosionsschutz fehlt. Ohne Nachbehandlung beginnen sie mit der Zeit zu rosten. Versiegeln Sie die Kanten direkt nach dem Schneiden mit Zinkspray und, bei beschichteten Matten, mit Lack in der passenden RAL-Farbe.
Schrauben zu früh festgezogen
Ziehen Sie die Befestigungen zunächst nur handfest an und richten Sie den gesamten Abschnitt aus. Erst wenn alle Matten sauber auf einer Linie liegen, werden die Schrauben festgezogen. Für die Sicherheitsschrauben von Zaunpfosten Typ 1, Typ 2 und Typ 6 brauchen Sie den passenden Sechskant-Schlüssel aus dem Zubehör. Legen Sie ihn vor dem Aufbautag bereit.
Ecken improvisiert
Wer an Ecken einfach zwei Standardpfosten dicht nebeneinander setzt, bekommt eine unruhige Optik und doppelten Aufwand. Besser sind Eckpfosten, wie es sie bei Zaunpfosten Typ 1, Typ 2 und Typ 6 gibt, oder ein Standardpfosten mit Eckverbinder / Mattenverbinder. Letzterer lässt sich auch bei Ecken einsetzen, die nicht genau 90 Grad haben.
Nach dem Aufbau
Sichtschutz ohne Rücksicht auf die Windlast
Eingeflochtene Sichtschutzstreifen machen aus dem luftigen Gitter eine geschlossene Fläche. Der Wind greift dann mit voller Kraft an. Wer Sichtschutz plant, sollte das schon bei Pfosten und Fundamenten berücksichtigen, nicht erst, wenn der Zaun steht.
Tor ohne Feststeller
Ein offenes Tor, das im Wind schlägt, beschädigt mit der Zeit Bänder und Schloss. Ein einbetonierter Feststeller hält den Flügel sicher in der geöffneten Position. Er lässt sich am einfachsten gleich beim Torbau mit einsetzen.
Keine Kontrolle nach dem ersten Winter
Auch ein sauber gebauter Zaun verdient nach dem ersten Winter einen prüfenden Blick. Gehen Sie die Anlage einmal ab: Stehen alle Pfosten noch im Lot? Sitzen die Schrauben fest? Schließt das Tor noch sauber? Kleine Korrekturen sind jetzt mit wenigen Handgriffen erledigt, später wird daraus oft eine größere Reparatur.
Die drei wichtigsten Regeln
Wenn Sie sich nur drei Dinge merken: Rechnen Sie pro Seite statt nach Gesamtlänge. Gründen Sie frostfrei und groß genug, besonders am Tor. Und arbeiten Sie mit Schnur und Wasserwaage, bevor der Beton anzieht. Den gesamten Ablauf vom Aufmessen bis zur letzten Pfostenkappe beschreibt unsere komplette Aufbauanleitung.