Zaun selbst bauen: 5 Tipps für Heimwerker | Zaunbedarf24
5 Tipps, wenn Sie Ihren Zaun selbst bauen
Ein Zaun in Eigenleistung spart Geld und macht Freude, wenn die Vorbereitung stimmt. Diese fünf Tipps stammen aus der täglichen Beratung und helfen Ihnen, typische Stolperfallen zu umgehen.
Häufige Fragen
Lohnt es sich, einen Zaun selbst zu bauen?
Ja, denn beim Doppelstabmattenzaun macht die Montage einen großen Teil der Gesamtkosten aus. Wer handwerklich etwas Erfahrung hat und einen Helfer findet, zahlt nur das Material. Die Bauteile sind genormt und die Montage folgt einem klaren Ablauf.
Welches Werkzeug brauche ich zum Zaunbau?
Sie brauchen Maurerschnur, Maßband, Wasserwaage, Spaten oder Erdbohrer, Schubkarre für den Beton, Akkuschrauber und Gummihammer. Für die Sicherheitsschrauben der Pfosten ist ein passender Sechskant-Schlüssel nötig. Bei vielen Pfosten spart ein Motor-Erdbohrer viel Kraft.
Wie lange dauert es, einen Zaun selbst zu bauen?
Für 20 bis 30 Meter Doppelstabmattenzaun auf ebenem Gelände sollten zwei Personen etwa zwei Arbeitstage einplanen. Dazwischen muss der Beton aushärten. Schwieriger Boden oder Gefälle verlängern die Bauzeit.
Darf ich meinen Zaun direkt auf die Grundstücksgrenze setzen?
Das hängt vom Landesrecht und den Vorgaben Ihrer Gemeinde ab. In vielen Fällen ist eine Abstimmung mit dem Nachbarn nötig oder zumindest sinnvoll. Klären Sie das vor dem Bau beim Bauamt.
In der Beratung hören wir immer wieder dieselben Fragen von Kunden, die ihren Zaun selbst bauen. Die meisten Probleme entstehen nicht bei der Montage, sondern vorher: bei der Planung, der Materialwahl oder der Bestellung. Die folgenden fünf Tipps beziehen sich vor allem auf den Doppelstabmattenzaun, gelten aber in weiten Teilen für jeden Zaun.
Die Tipps im Überblick
1. Planen Sie mit der Mattenbreite, nicht mit runden Metern
Eine Doppelstabmatte ist rund 2,50 m breit. Ihre Zaunlänge wird deshalb selten genau aufgehen. Teilen Sie die Gesamtlänge durch 2,5 und runden Sie auf. Bei 23 m ergibt das 9,2, also 10 Matten, von denen eine gekürzt wird.
Überlegen Sie, wo das Reststück sitzen soll. Am Ende einer Strecke, an einer Hauswand oder neben einem Tor fällt es weniger auf als mitten im Zaun. Manche Kunden verschieben auch den Startpunkt ein wenig, damit die Matten aufgehen.
Zeichnen Sie Ihr Grundstück einmal grob auf Papier und tragen Sie alle Ecken, Tore und Anschlüsse ein. Diese Skizze ist die Grundlage für die Stückliste. Mit dem Zaunrechner sehen Sie sofort, wie viele Matten und Pfosten Sie brauchen:
Planen Sie Ihren Zaun in 3D
Seiten, Höhe und Farbe wählen: Sie sehen Ihren Zaun sofort in 3D, dazu die Stückliste mit Preis.
2. Wählen Sie Matte und Pfosten nach dem Einsatzzweck
Für einen klassischen Gartenzaun reicht in den meisten Fällen eine Doppelstabmatte 6/5/6. Wenn der Zaun hoch ist, im gewerblichen Bereich steht oder stark beansprucht wird, etwa durch Ballspiele oder große Hunde, ist die Doppelstabmatte 8/6/8 die bessere Wahl. Den Vergleich finden Sie im Ratgeber 6/5/6 oder 8/6/8.
Auch beim Pfosten lohnt sich ein zweiter Blick:
Der Zaunpfosten Typ 6 ist einfach zu montieren und wegen des oberen Lochmaßes von 200 mm gut für Abstufungen geeignet.
Der Zaunpfosten Typ 1 verdeckt den Mattenstoß mit einer massiven Abdeckleiste aus Stahl.
Der Zaunpfosten P2 mit Profilleiste deckt Pfosten und Aufhängung ab und schützt den Stoß eines eingeflochtenen Sichtschutzes.
Beim Zaunpfosten Typ 3 wählen Sie die Auflagepunkte frei, was bei unebenem Gelände hilft.
Planen Sie Sichtschutz von Anfang an mit ein. Ein blickdichter Zaun bietet dem Wind deutlich mehr Fläche, die Fundamente sollten dann eher großzügig ausfallen.
3. Setzen Sie die Pfosten frostfrei und genau im Lot
Der Pfosten ist das Rückgrat des Zauns. Setzen Sie ihn 60 bis 80 cm tief in ein Betonfundament, in frostgefährdeten Lagen eher 80 cm. Ein zu flaches Fundament kann im Winter vom Frost angehoben werden. Der Zaun steht danach schief, und die Matten verspannen sich.
Richten Sie jeden Pfosten in beide Richtungen mit der Wasserwaage aus und kontrollieren Sie nach dem Einfüllen des Betons erneut. Ein bewährter Trick: Setzen Sie Pfosten für Pfosten und nutzen Sie die eingehängte Matte als Abstandhalter. So passen die Abstände immer. Ausführlich beschreibt das der Ratgeber Zaunpfosten einbetonieren.
Wo bereits eine Mauer, ein Streifenfundament oder eine Betonfläche vorhanden ist, können Sie die Pfosten auch mit einer Dübelplatte befestigen. Dann entfallen das Graben und das Warten auf den Beton.
4. Klären Sie Grenze und Vorschriften vor der Bestellung
Bevor Sie Material bestellen, sollte klar sein, wo genau die Grundstücksgrenze verläuft und welche Höhe erlaubt ist. Die Regeln für Einfriedungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Gemeinde, manchmal gibt es zusätzlich einen Bebauungsplan mit Vorgaben zu Höhe oder Farbe. Fragen Sie im Zweifel beim Bauamt nach. Einen ersten Überblick gibt der Ratgeber Braucht man für einen Zaun eine Genehmigung?.
Sprechen Sie außerdem mit Ihren Nachbarn. Ein kurzes Gespräch über Verlauf, Höhe und Farbe des Zauns verhindert späteren Ärger. Steht der Zaun direkt auf der Grenze, ist eine Absprache ohnehin sinnvoll.
5. Bestellen Sie komplett und planen Sie die Lieferung ein
Stellen Sie alle Teile in einer Bestellung zusammen: Matten, Pfosten, Eckverbindungen, Wandanschlüsse und den Sechskant-Schlüssel für die Sicherheitsschrauben. Fehlt am Bautag ein einzelnes Teil, steht die Arbeit still, und eine Nachlieferung verursacht zusätzliche Versandkosten.
Rechnen Sie mit einer Lieferzeit von 14 bis 21 Tagen nach Zahlungseingang. Matten und Pfosten kommen wegen ihrer Größe per Spedition, eine Selbstabholung ist nicht möglich. Überlegen Sie vorher, wo die Ware abgeladen und bis zum Aufbau gelagert werden kann, am besten flach und auf Kanthölzern, damit die Beschichtung nicht beschädigt wird. Alle Informationen zur Lieferung finden Sie unter Versand und Zahlung.
Wenn die Ware da ist, sorgt eine gute Vorbereitung für einen zügigen Ablauf. Legen Sie sich diese Dinge zurecht:
Maurerschnur und Holzpflöcke
Erdbohrer oder Spaten
Wasserwaage und Maßband
Fertigbeton und etwas Kies für die Drainage
Holzlatten zum Abstützen der Pfosten
Sechskant-Schlüssel, Akkuschrauber und Gummihammer
Arbeitshandschuhe, denn die Drahtenden der Matten sind spitz
Prüfen Sie die Lieferung vor dem Aufbau auf Vollständigkeit. Zählen Sie Matten, Pfosten und Kleinteile und vergleichen Sie sie mit Ihrer Stückliste.
Sicher arbeiten
Zaunbau ist keine gefährliche Arbeit, ein paar Grundregeln gehören trotzdem dazu. Tragen Sie feste Handschuhe, denn die Drahtenden an der Mattenkante sind spitz. Beim Kürzen mit dem Winkelschleifer schützen Schutzbrille und Gehörschutz vor Funken und Lärm. Hohe Matten tragen Sie immer zu zweit und senkrecht, damit sie nicht umkippen oder im Wind wegdrehen. Und bevor der Spaten in die Erde geht, sollten Sie sicher sein, dass im Bereich der Zaunlinie keine Leitungen liegen.
Warum sich die Eigenleistung lohnt
Bei einem Doppelstabmattenzaun ist der Aufbau ein großer Teil der Gesamtkosten, wenn man ihn vergeben würde. Wer selbst baut, bezahlt nur das Material. Dazu kommt ein praktischer Vorteil: Sie entscheiden selbst über jedes Detail, vom Startpunkt bis zur Position des Reststücks, und kennen Ihren Zaun danach genau. Spätere Ergänzungen wie ein zusätzliches Tor oder Sichtschutz sind dann kein Problem mehr.
Wenn es doch hakt
Nicht jedes Grundstück ist eben und rechtwinklig. Bei Gefälle, Mauern oder ungewöhnlichen Winkeln helfen wir gern bei der Zusammenstellung. Schreiben Sie uns über das Kontaktformular mit einer kurzen Skizze. Weitere typische Stolperfallen beschreibt der Ratgeber Die häufigsten Fehler beim Zaunbau.