Zaun am Hang bauen: Gefälle richtig ausgleichen | Zaunbedarf24
Zaun am Hang oder bei Gefälle richtig bauen
Am Hang lassen sich Doppelstabmatten nicht einfach schräg montieren. Mit der richtigen Bauweise und passenden Pfosten bekommen Sie trotzdem einen sauberen, stabilen Zaun.
Häufige Fragen
Kann man Doppelstabmatten schräg montieren?
Doppelstabmatten sind rechteckig und werden waagerecht montiert. Am Hang werden sie deshalb abgetreppt, das heißt jede Matte sitzt etwas tiefer als die vorherige. Mit dem Zaunpfosten Typ 3 sind dabei auch kleine Stufen möglich.
Welcher Zaunpfosten eignet sich für Gefälle?
Besonders flexibel ist der Zaunpfosten Typ 3, weil die Auflagepunkte frei wählbar sind. Der Zaunpfosten Typ 6 und der Zaunpfosten P2 mit Profilleiste sind durch ihr oberes Lochmaß von 200 mm ebenfalls für Abstufungen ausgelegt.
Wie schließe ich die Lücke unter dem Zaun am Hang?
Der keilförmige Spalt unter abgetreppten Matten lässt sich mit Rasenkantensteinen, einer niedrigen Sockelmauer oder durch Anpassen des Geländes schließen. Kleinere Stufen verringern die Lücke von vornherein.
Brauche ich am Hang längere Zaunpfosten?
Ja, an jeder Stufe müssen die Pfosten über dem Boden um die Stufenhöhe länger sein. Bei 20 cm Stufen wählen Sie Pfosten für die nächsthöhere Zaunhöhe. Bei starkem Gefälle stimmen Sie die Stückliste am besten vorab mit uns ab.
Ein ebenes Grundstück ist eher die Ausnahme. Schon ein leichtes Gefälle stellt beim Zaunbau eine Frage, die man vorher beantworten sollte: Wie folgt ein Zaun aus rechteckigen Matten einem schrägen Gelände? Die Antwort lautet in den meisten Fällen: in Stufen. Wie Sie dabei vorgehen und welche Pfosten sich eignen, erklären wir hier.
Erst messen, dann planen
Bevor Sie Material bestellen, ermitteln Sie den Höhenunterschied entlang der Zaunlinie. Dafür reichen einfache Mittel:
Schlagen Sie am oberen und unteren Ende der Strecke je einen Pflock ein.
Spannen Sie eine Schnur und richten Sie sie mit einer Schnurwasserwaage exakt waagerecht aus.
Messen Sie am unteren Pflock den Abstand zwischen Schnur und Boden. Das ist der Höhenunterschied.
Messen Sie zusätzlich alle 2,50 m, also an jeder späteren Pfostenposition. So sehen Sie, ob das Gefälle gleichmäßig ist oder sich an einer Stelle konzentriert.
Ein Beispiel: Auf 25 m Strecke fällt das Gelände um 1,00 m. Das sind 4 Prozent oder 10 cm pro Mattenfeld. Bei 10 Prozent Gefälle wären es schon 25 cm pro Feld.
Abtreppen: die übliche Lösung
Doppelstabmatten sind rechteckig und werden waagerecht montiert. Am Hang setzen Sie deshalb jede Matte ein Stück tiefer als die vorherige. Der Zaun bildet eine Treppe, deren Stufen an den Pfosten liegen. Diese Bauweise nennt man Abtreppen oder Staffeln.
Wichtig dabei ist die Verteilung der Stufen. Gleichmäßige Stufen wirken ruhig und ordentlich. Wenn das Gelände unregelmäßig fällt, ist es oft schöner, die Stufen trotzdem gleich groß zu machen und kleine Unterschiede im Boden auszugleichen, als jeder Bodenwelle zu folgen.
Welche Pfosten sich am Hang eignen
Bei Pfosten mit fest montierten Auflageböcken bestimmt das Lochraster, in welchen Schritten Sie die Matten versetzen können. Der Zaunpfosten Typ 1 und der Zaunpfosten Typ 2 haben alle 200 mm einen Auflagebock. Stufen sind damit in 20-cm-Schritten möglich. Beim Zaunpfosten Typ 6 und beim Zaunpfosten P2 mit Profilleiste ist das obere Lochmaß von 200 mm ausdrücklich für Abstufungen und Gefälle ausgelegt.
Am flexibelsten ist der Zaunpfosten Typ 3. Hier werden die Matten mit Flanschplatte, Edelstahlbügel und zwei V2A-Edelstahlmuttern festgeklemmt. Die Auflagepunkte wählen Sie frei, und Matten lassen sich problemlos versetzt nebeneinander anordnen. Auch kleine Stufen von wenigen Zentimetern sind damit möglich. Eckpfosten gibt es bei diesem System nicht, Ecken entstehen durch Einschneiden und Knicken der Matte.
Am Hang tragen die Pfosten an der Stufe zwei Matten auf unterschiedlicher Höhe. Die obere Matte des tieferen Felds endet höher über dem Boden als bei ebener Montage. Der Pfosten muss deshalb über der Erde um die Stufenhöhe länger sein.
Ein Beispiel: Sie bauen einen Zaun mit 1030 mm hohen Matten und Stufen von 20 cm. Dann brauchen Sie Pfosten, die mindestens 200 mm mehr freie Länge haben, also Pfosten für eine Zaunhöhe von 1230 mm. Bei größeren Stufen wählen Sie entsprechend die nächste passende Höhe. Den überstehenden Teil oberhalb der oberen Matte können Sie bei Bedarf kürzen und die Schnittstelle mit Zinkspray und einer Pfostenkappe schließen.
Besprechen Sie die Stückliste bei starkem oder unregelmäßigem Gefälle am besten mit uns. Über das Kontaktformular können Sie uns Ihre Messwerte schicken.
Die Lücke unter der Matte schließen
Beim Abtreppen entsteht unter jeder Matte ein keilförmiger Spalt: an einem Pfosten liegt die Matte nah am Boden, am anderen ist der Abstand um die Stufenhöhe größer. Für Kinder, Katzen oder Hunde ist das oft ein Schlupfloch. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Lücke zu schließen:
Gelände anpassen: Bei kleinen Stufen modellieren Sie den Boden unter jedem Feld leicht waagerecht.
Rasenkantensteine oder Mauersteine: Eine niedrige Steinreihe unter dem Zaun schließt den Spalt und schützt zugleich vor dem Rasentrimmer.
Sockel oder Mauer: Bei großen Höhenunterschieden ist eine kleine, abgetreppte Sockelmauer die sauberste Lösung. Die Pfosten werden dann mit einer Dübelplatte auf der Mauer befestigt.
Kleinere Stufen: Mit dem Zaunpfosten Typ 3 lassen sich die Matten so setzen, dass der Spalt kleiner wird.
Für Hundebesitzer ist dieser Punkt besonders wichtig. Weitere Hinweise finden Sie auf der Seite Hundezaun für den Garten.
Fundamente am Hang
Am Hang gelten dieselben Grundregeln wie auf ebenem Gelände: 60 bis 80 cm tief, frostfrei und mit ausreichend Beton. Messen Sie die Tiefe immer von der bergseitigen Oberkante des Lochs aus. Bei lockerem Boden kann der Hang talseitig nachrutschen. Ein etwas breiteres Fundament gibt dann zusätzlichen Halt. Wie Sie Fundamente richtig anlegen, beschreibt der Ratgeber Zaunpfosten einbetonieren.
Ecken und Tore am Hang
Liegt eine Ecke im Gefälle, setzen Sie dort am besten eine Stufe. Der Eckpfosten trägt dann zwei Matten auf unterschiedlicher Höhe, ähnlich wie ein normaler Stufenpfosten. Beim Zaunpfosten Typ 3 entsteht die Ecke durch Einschneiden und Knicken der Matte. Planen Sie die Ecke dort, wo das Gefälle am geringsten ist, dann wirkt sie ruhiger.
Bei Toren ist Gefälle kritischer. Ein Torflügel braucht unter sich genug Platz, um aufzuschwingen. Fällt das Gelände in Öffnungsrichtung an, stößt der Flügel am Boden an. Prüfen Sie deshalb vor dem Bau, in welche Richtung das Tor öffnen soll, und legen Sie die Fläche im Schwenkbereich gegebenenfalls eben an. Ausführliche Hinweise gibt der Ratgeber Gartentor einbauen.
Beispiel: 15 Meter Zaun mit 60 cm Gefälle
Eine Strecke von 15 m entspricht sechs Mattenfeldern. Fällt das Gelände gleichmäßig um 60 cm, kommen auf jedes Feld 10 cm. Zwei Wege sind möglich:
Mit Zaunpfosten Typ 3: Jede Matte sitzt 10 cm tiefer als die vorherige. Die Stufen sind klein und gleichmäßig, die Lücken unter den Matten bleiben gering.
Mit Pfosten im 200-mm-Raster: Stufen von 10 cm sind hier nicht möglich. Sie setzen daher an jedem zweiten Pfosten eine Stufe von 20 cm und gleichen den Boden dazwischen etwas an.
In beiden Fällen brauchen die Stufenpfosten etwas mehr freie Länge. Rechnen Sie die Pfostenhöhe für jede Position einzeln aus und notieren Sie sie auf Ihrer Skizze.
So gehen Sie bei der Montage vor
Höhen messen und Stufen festlegen, am besten auf einer Skizze mit allen Pfostenpositionen.
Mit dem obersten Pfosten beginnen und ihn auf die geplante Höhe setzen.
Erste Matte einhängen und den zweiten Pfosten an die Matte heranschieben.
Höhe der nächsten Matte am zweiten Pfosten anzeichnen und die Stufe kontrollieren.
So Feld für Feld talwärts weiterarbeiten und regelmäßig Flucht und Lot prüfen.
Mit dem Zaunrechner ermitteln Sie die Grundmenge an Matten und Pfosten. Die Pfostenhöhe passen Sie anschließend wie oben beschrieben an:
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