Doppelstabmattenzaun selbst aufbauen: Anleitung | Zaunbedarf24
Doppelstabmattenzaun selbst aufbauen: die komplette Anleitung
Mit guter Vorbereitung bauen zwei Personen einen Doppelstabmattenzaun an einem Wochenende auf. Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt vom Abstecken bis zur fertigen Zaunanlage.
Häufige Fragen
Wie tief müssen die Pfosten bei einem Doppelstabmattenzaun in den Boden?
Üblich sind 60 bis 80 cm. In Regionen mit tiefem Frost sollte das Fundament frostfrei gegründet sein, also eher 80 cm tief. Bei sehr hohen Zäunen oder mit Sichtschutz lohnt sich ein etwas größeres Fundament.
Kann ich einen Doppelstabmattenzaun alleine aufbauen?
Grundsätzlich ja, zu zweit geht es aber deutlich leichter. Beim Ausrichten der Pfosten und Einhängen der Matten hilft eine zweite Person sehr. Gerade hohe Matten sind allein schwer zu halten.
Wie herum wird die Doppelstabmatte montiert?
Die Matten haben auf einer Seite einen Überstand von 30 mm. Bis zu einer Zaunhöhe von 1230 mm wird dieser aus Sicherheitsgründen nach unten montiert. Bei höheren Zäunen können Sie den Überstand nach oben oder unten zeigen lassen.
Wann kann ich die Matten nach dem Betonieren montieren?
Die Matten werden erst endgültig verschraubt, wenn der Beton ausreichend ausgehärtet ist. Die genaue Zeit steht auf der Verpackung des Betons und hängt von Temperatur und Feuchtigkeit ab. Schnellbeton ist schneller belastbar als normaler Fertigbeton.
Ein Doppelstabmattenzaun ist eines der dankbarsten Projekte für Heimwerker. Die Bauteile sind genormt, die Montage folgt einem klaren Ablauf, und Spezialwerkzeug brauchen Sie kaum. Wichtig sind eine saubere Planung und Geduld beim Setzen der Pfosten. Diese Anleitung beschreibt den Aufbau mit einbetonierten Pfosten, so wie er bei den meisten Gartenzäunen ausgeführt wird.
Vor dem ersten Spatenstich
Klären Sie zuerst den genauen Grenzverlauf und ob für Ihren Zaun Vorgaben gelten. Höhe, Abstand zur Grenze und Gestaltung sind je nach Bundesland und Gemeinde unterschiedlich geregelt. Einen Überblick gibt der Ratgeber Braucht man für einen Zaun eine Genehmigung?. Im Zweifel fragen Sie beim zuständigen Bauamt nach.
Messen Sie anschließend die Strecke aus und notieren Sie Ecken, Tore und Anschlüsse an Wände. Daraus ergibt sich die Stückliste. Wie Sie Matten, Pfosten und Ecken richtig zählen, zeigt der Ratgeber Zaun planen. Noch einfacher geht es mit dem Zaunrechner:
Planen Sie Ihren Zaun in 3D
Seiten, Höhe und Farbe wählen: Sie sehen Ihren Zaun sofort in 3D, dazu die Stückliste mit Preis.
Doppelstabmatten in der gewünschten Höhe und Farbe
Zaunpfosten zum Einbetonieren, passend zur Mattenhöhe, inklusive Kappen und Befestigung
Eckpfosten oder Eckverbinder für Richtungswechsel
bei Bedarf Wandanschlusswinkel-Set oder Zaunanschlussleiste
Fertigbeton, je Pfosten etwa drei bis sechs Sack à 25 kg
etwas Kies oder Schotter für die Drainage im Pfostenloch
Werkzeug:
Maurerschnur, Holzpflöcke und Maßband
Erdbohrer oder Spaten, ideal ein Motor-Erdbohrer bei vielen Pfosten
Wasserwaage, am besten mit Pfostenwasserwaage oder zwei Libellen
Schubkarre, Mörtelkübel und Kelle
Sechskant-Schlüssel für die V2A-Sicherheitsschrauben
Gummihammer und Akkuschrauber
Holzlatten zum Abstützen der Pfosten
Schritt für Schritt zum fertigen Zaun
Schritt 1: Zaunverlauf abstecken
Schlagen Sie an Anfang, Ende und allen Ecken einen Holzpflock ein und spannen Sie eine Maurerschnur dazwischen. Die Schnur sollte auf Höhe der späteren Mattenunterkante oder knapp darüber verlaufen. Sie gibt Ihnen die Flucht und die Höhe vor.
Schritt 2: Pfostenlöcher markieren und ausheben
Markieren Sie die Pfostenpositionen entlang der Schnur. Der Abstand ergibt sich aus der Mattenbreite von rund 2,50 m und der Art der Befestigung am Pfosten. Am sichersten ist es, nur den ersten Pfosten genau zu setzen und alle weiteren Positionen mit der Matte als Maßstab zu bestimmen.
Heben Sie die Löcher 60 bis 80 cm tief aus, die Grundfläche sollte etwa 25 x 25 cm bis 30 x 30 cm betragen. In Regionen mit tiefem Frost gehen Sie eher an die Untergrenze von 80 cm. Geben Sie unten eine Handbreit Kies hinein, damit Wasser ablaufen kann.
Schritt 3: Den ersten Pfosten setzen
Beginnen Sie an einer Ecke oder am Anfang der Strecke. Stellen Sie den Pfosten ins Loch, richten Sie ihn mit der Wasserwaage in beide Richtungen lotrecht aus und prüfen Sie die Höhe an der Schnur. Füllen Sie den Beton lagenweise ein und verdichten Sie ihn mit einer Latte. Stützen Sie den Pfosten mit zwei Holzlatten schräg ab.
Schritt 4: Die Matte als Abstandhalter nutzen
Hängen Sie die erste Matte provisorisch am gesetzten Pfosten ein. Stellen Sie den zweiten Pfosten ins nächste Loch und schieben Sie ihn an die Matte heran. So stimmt der Abstand automatisch. Richten Sie den Pfosten aus, betonieren Sie ihn ein und kontrollieren Sie Lot und Flucht noch einmal.
Schritt 5: Weiterarbeiten bis zum Ende
Wiederholen Sie Schritt 4 Pfosten für Pfosten. Prüfen Sie zwischendurch mit der Schnur, ob die Flucht noch stimmt. Kleine Abweichungen summieren sich sonst über die Strecke. An Ecken setzen Sie einen Eckpfosten oder verbinden die Matten mit einem Eckverbinder.
Schritt 6: Beton aushärten lassen
Lassen Sie den Beton aushärten, bevor Sie die Matten endgültig verschrauben und belasten. Wie lange das dauert, hängt vom Produkt und vom Wetter ab, die Angaben stehen auf dem Sack. Schnellbeton ist früher belastbar, normaler Fertigbeton braucht länger.
Schritt 7: Matten endgültig montieren
Die Doppelstabmatten haben auf einer Seite einen Überstand von 30 mm. Bis zu einer Zaunhöhe von 1230 mm wird dieser Überstand aus Sicherheitsgründen nach unten montiert. Hängen Sie die Matten in die Auflageböcke der Pfosten ein und verschrauben Sie sie je nach Pfostentyp mit Clips, Abdeckleiste oder Profilleiste. Die mitgelieferten V2A-Schrauben sind Sicherheitsschrauben, Sie brauchen dafür den passenden Sechskant-Schlüssel.
Schritt 8: Kappen und Feinarbeiten
Setzen Sie die Pfostenkappen auf, falls sie noch nicht montiert sind, und klopfen Sie sie mit dem Gummihammer fest. Ziehen Sie zum Schluss alle Schrauben nach. Wenn Sie Sichtschutz einflechten möchten, ist jetzt der richtige Zeitpunkt.
Ecken, Wände und Endstücke
Ein Richtungswechsel lässt sich auf zwei Arten lösen. Entweder Sie setzen einen Eckpfosten, den es beim Zaunpfosten Typ 6 als Eckpfosten links und rechts gibt. Oder Sie verbinden zwei Matten mit dem Eckverbinder / Mattenverbinder, der sich nahezu in jedem Winkel montieren lässt.
Beginnt der Zaun an einer Hauswand, Mauer oder Säule, ersetzt ein Wandanschlusswinkel-Set oder eine Zaunanschlussleiste den ersten Pfosten. Passt am Ende keine ganze Matte mehr, kürzen Sie eine Matte mit dem Winkelschleifer. Behandeln Sie die Schnittkanten anschließend mit Zinkspray oder einem Lackstift im passenden Farbton, damit dort kein Rost entsteht.
Die meisten Probleme lassen sich mit etwas Sorgfalt vermeiden. Diese Punkte sehen wir in der Praxis am häufigsten:
Alle Löcher vorab nach Maßband gesetzt: Schon wenige Zentimeter Abweichung pro Feld summieren sich. Am Ende passt die letzte Matte nicht. Nutzen Sie die Matte als Abstandhalter.
Pfosten nur in eine Richtung ausgerichtet: Ein Pfosten muss in Zaunrichtung und quer dazu im Lot stehen. Prüfen Sie beide Seiten, am besten mit einer Pfostenwasserwaage.
Zu früh belastet: Wer die Matten verschraubt, solange der Beton noch weich ist, verschiebt die Pfosten. Warten Sie die Aushärtezeit ab.
Schnittkanten unbehandelt gelassen: Gekürzte Matten brauchen an der Schnittstelle sofort Zinkspray und Farbe.
Leitungen übersehen: Klären Sie vor dem Graben, ob im Bereich des Zauns Strom, Wasser oder Gas verlegt sind.
Für 20 bis 30 Meter Zaun auf ebenem Gelände sollten zwei Personen etwa zwei Tage einplanen: einen Tag für Löcher und Pfosten, nach der Aushärtung einen weiteren für die Matten. Steiniger Boden, Wurzeln oder Gefälle verlängern die Arbeit. Bei schrägem Gelände hilft der Ratgeber Zaun am Hang.
Alle Bauteile in passenden Höhen und Farben finden Sie in den Kategorien Gittermatten und Pfosten. Wenn Sie unsicher sind, welcher Pfostentyp zu Ihrem Vorhaben passt, beraten wir Sie gern über das Kontaktformular.