Gabionen befüllen: welche Steine, wie viel und wie
Die Füllung macht aus Gitter und Pfosten eine Steinwand. Hier erfahren Sie, welche Steine in Körbe, Säulen und Gabionenzaun passen, wie viele Tonnen Sie brauchen und wie die Sichtseite gleichmäßig wird.
Gitter und Pfosten sind nur der Rahmen. Wie eine Gabione aussieht, entscheidet die Füllung. Von ihr hängt auch ab, ob die Wand dauerhaft in Form bleibt. Zu kleine Steine wandern durch die Maschen, schlecht gesetzte Steine drücken das Gitter nach außen. Mit der passenden Steingröße, einer sauberen Mengenberechnung und etwas Sorgfalt beim Befüllen vermeiden Sie beides.
Die richtige Steingröße
Der Gabionenkorb 1000 x 200, die Gabionensäule Terra 320 x 320 mm und die Doppelstabmatten des Gabionenzauns haben Maschen von 50 x 200 mm. Die Steine müssen deshalb größer als 50 mm sein, und zwar in jeder Richtung. Durch die langen Maschen passt sonst ein flacher Stein, der zwar breit, aber dünner als 50 mm ist.
Im Baustoffhandel werden Gabionensteine meist mit ihrer Körnung angeboten, also mit der kleinsten und der größten Steingröße in Millimetern. Achten Sie darauf, dass schon die untere Angabe deutlich über 50 mm liegt. Gut geeignet sind gebrochene, kantige Steine. Sie verzahnen sich und bilden eine feste Packung. Runde Kiesel rollen leichter und drücken stärker gegen das Gitter, plattige Steine eignen sich nur, wenn sie dicker als die Maschenweite sind.
Nach oben begrenzt der Füllraum die Steingröße. Der Gabionenzaun mit dem Gabionenpfosten Typ 4 ist insgesamt nur rund 15 cm breit, der Gabionenkorb 1000 x 200 hat 200 mm Korbbreite. In so schmalen Räumen lassen sich Steine, die nur etwas größer als die Maschenweite sind, dichter setzen als grobe Brocken. Nennen Sie Ihrem Baustoffhändler Maschenweite und Breite des Füllraums, dann kann er Ihnen die passende Körnung empfehlen.
Gesteinsarten und ihre Wirkung
Welches Gestein Sie wählen, ist vor allem eine Frage der Optik. Einige verbreitete Beispiele:
- Granit: grau, rötlich oder gesprenkelt, hart und vielseitig einsetzbar.
- Basalt: dunkelgrau bis fast schwarz. Mit Gittern in Anthrazit RAL 7016 entsteht eine ruhige, moderne Fläche.
- Kalkstein: hell, beige bis gelblich, wirkt warm. Hinter feuerverzinktem Gitter setzt er einen deutlichen Kontrast.
- Sandstein: warme Farbtöne, je nach Sorte aber weicher und saugfähiger als Granit oder Basalt.
Unabhängig von der Optik sollten die Steine frostbeständig und für den Außenbereich geeignet sein. Lassen Sie sich das vom Händler bestätigen und sehen Sie sich die Steine vorher an, möglichst trocken und nass, denn viele Gesteine wirken bei Regen deutlich dunkler. Wie Gitterfarbe und Haus zusammenpassen, beschreibt der Ratgeber Zaunfarbe RAL 7016 Anthrazit und die Alternativen.
Wie viele Steine Sie brauchen
Die Menge ermitteln Sie in zwei Schritten. Zuerst das Volumen: Länge x Breite x Höhe des Füllraums. Dann das Gewicht: Volumen mal Schüttgewicht. Als grobe Orientierung gilt rund 1,5 t pro m³. Je nach Gestein und Packung liegt der Wert höher oder niedriger, Ihr Händler nennt Ihnen das Schüttgewicht seiner Steine.
Häufige Fragen
Wie groß müssen Steine für Gabionen sein?
Größer als die Maschenweite von 50 mm, und zwar in jeder Richtung. Flache Steine, die dünner als 50 mm sind, können durch die langen Maschen rutschen.
Wie viel wiegt ein Kubikmeter Gabionensteine?
Als grobe Orientierung rund 1,5 t. Je nach Gestein und Packung weicht der Wert ab, Ihr Baustoffhändler nennt Ihnen das Schüttgewicht.
Wie viele Steine brauche ich für einen Gabionenkorb 1000 x 200?
Bei 830 mm Höhe sind es rund 0,17 m³, also etwa 260 kg. Bei 1030 mm Höhe sind es rund 0,22 m³ und etwa 320 kg.
Muss ich die Steine von Hand setzen?
An der Sichtseite ja, sonst wirkt die Fläche unruhig. Den Raum dahinter füllen Sie zügiger, die Steine sollten aber nicht aus großer Höhe hineinfallen.
Woher bekomme ich Distanzhalter und Steine?
Distanzhalter erhalten Sie auf Anfrage über unser Kontaktformular, als Artikel im Shop gibt es sie nicht. Die Steine kaufen Sie beim Baustoffhändler in Ihrer Nähe.



